Severe Combined Immunodeficiency (schwer kombinierter Immundefekt; SCID)

Folgende Gene sind in unserem Panel zu SCID enthalten: 

ADA, AK2, BCL11B, CD3D, CD3E, CD247 (CD3Z), CORO1A, DCLRE1C, FOXN1, IKBKG (NEMO), IL2RG, IL7R, ITPKB, JAK3, LAT, LCP2 (SLP76), LIG4, NHEJ1, PAX1, PRKDC, PTPRC, RAC2, RAG1, RAG2, RPSA, TBX1 

Wichtige Links: 

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  • Beispielbefund 

Einzel vs. Trioanalysen

Unser Labor bietet neben der Einzelanalyse des Indexpatienten auch die Trioanalyse unter Einbeziehung beider Elternteile an. 

Bei einer klar eingegrenzten klinischen Fragestellung und dem Verdacht auf ein bestimmtes Krankheitsbild kann die Einzelanalyse eine effiziente Untersuchungsmöglichkeit darstellen. Dies gilt auch für Fragestellungen zur Anlageträgerschaft. 

Für die Interpretation bestimmter Varianten ist die Untersuchung der Eltern jedoch erforderlich. Im Rahmen einer Einzelanalyse lässt sich nicht feststellen, ob eine beim Indexpatienten nachgewiesene Variante von einem Elternteil vererbt wurde oder de novo entstanden ist. Diese Information kann für die Klassifikation der Variante relevant sein. 

Werden in demselben Gen zwei heterozygote Varianten nachgewiesen, lässt sich ohne Untersuchung der Eltern außerdem meist nicht sicher beurteilen, ob sich die Varianten auf unterschiedlichen Allelen befinden. Damit kann eine mögliche compound-heterozygote Konstellation nicht eindeutig bewertet werden. In diesen Fällen ist eine Trioanalyse sinnvoll. Die Untersuchung beider Eltern kann zeigen, von welchem Elternteil die Varianten stammen und ob sie auf unterschiedlichen Allelen liegen. 

Allgemeines

SCID ist ein Sammelbegriff für schwerwiegende (lebensgefährliche) angeborene Immundefekte, bei denen die die T-Lymphozyten entweder komplett fehlen oder in ihrer Funktionalität (z. B. Omenn Syndrom) beeinträchtigt sind. In einigen Fällen sind nicht nur T-Lymphozyten, sondern auch B-Lymphozyten und NK Zellen (natürliche Killerzellen) betroffen, da diese Zelllinien gemeinsame Vorläuferzellen besitzen. Diese Zellen spielen eine entscheidende Rolle im Immunsystem. Ist deren Funktionalität gestört, besteht kaum Schutz vor Infektionen.

Dies zeigt sich bereits in den ersten Lebensmonaten. Betroffene Neugeborene leiden ständig an Infektionen wie Mittelohrentzündung, Bronchitis, Lungenentzündung, Pilzerkrankungen, Durchfall und Verdauungsstörungen. Darüber hinaus treten oft Wachstums- und Entwicklungsverzögerungen auf.

Die Prävalenz liegt in Deutschland bei etwa 1:60.000

Genetische Ursachen:

SCID ist eine vererbte Erkrankung und wird durch einen Fehler in der DNA verursacht. Dieser Fehler kann jedoch in verschiedenen Genen vorliegen. Je nachdem welche Gene betroffen sind, wird von unterschiedlichen SCID Formen gesprochen. Zu den SCID-assoziierten Gene gehören beispielsweise jene des Zyotkinrezeptors, Antigenrezeptor oder der Adenosin-Desaminase (ADA). 

Eine Auswahl betroffener Gene sind IL2RG, ADA, RAG1, RAG2 und IL7R.

Neben wenigen Ausnahmen wird die SCID Erkrankung autosomal rezessiv oder x-linked vererbt. 

Informationen zur Abdeckung

Wir streben an, bei 95 % der untersuchten Regionen eine Coverage von mindestens 20x zu erreichen. Aufgrund der unterschiedlichen und teilweise komplexen Beschaffenheit einzelner Regionen kann die Coverage in bestimmten Bereichen erfahrungsgemäß geringer ausfallen. Weitere Informationen zur Abdeckung und zu möglichen Einschränkungen finden Sie in den Tech Notes.