Blutspende-Routine – ein Schlüssel für stabile Versorgung
30.03.2026
Mehr Spendewillige im Jahr 2025 – sinkende Erstspenderquote bleibt Herausforderung für die Blutversorgung
Die gemeinnützigen Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die rund 75 Prozent der Blutversorgung in Deutschland sichern, verzeichneten im Jahr 2025 ein leicht gestiegenes Blutspendeaufkommen. Insgesamt 3.182.081 Spendewillige sind auf den 40.506 organisierten Blutspendeterminen der DRK-Blutspendedienste erschienen. Das entspricht einem moderaten Plus von knapp 1% gegenüber dem Vorjahr.
Der Anstieg ist vor allem darauf zurückzuführen, dass Menschen, die ohnehin schon spenden, dies noch kontinuierlicher tun. Gleichzeitig zeichnet sich eine strukturelle Entwicklung mit bundesweiter Relevanz ab: Die Zahl der aktiven Spendenden ist leicht rückläufig, während die durchschnittliche Spendefrequenz steigt. Ein wachsender Anteil der Blutversorgung wird damit von besonders engagierten Stammspender*innen getragen.
Auch das bundesweite Durchschnittsalter der Spender*innen liegt mit 46,7 Jahren weiterhin auf einem konstant hohen Niveau. Eine spürbare Verjüngung der Spenderbasis ist bislang nicht erkennbar. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnt diese Entwicklung für die zukünftige Sicherung der Blutversorgung zusätzlich an Bedeutung. Parallel setzt sich ein Trend fort: Die Quote der Erstspendewilligen sinkt weiter. Bundesweit registrierten die DRK-Blutspendedienste im Jahr 2025 insgesamt 283.054 Erstspendewillige. Das sind zwar nur knapp zwei Prozent weniger als im Vorjahr – für eine nachhaltige Stabilisierung der Blutversorgung wäre jedoch eine deutlich stärkere Dynamik beim Spendernachwuchs erforderlich.
Die aktuellen Zahlen zeigen daher ein differenziertes Bild: Viele langjährige Spender*innen helfen weiterhin zuverlässig – dafür gebührt ihnen höchster Respekt und Anerkennung. Bislang gelingt es jedoch noch nicht ausreichend, Menschen, die noch nicht oder erst seit Kurzem Blut spenden, dauerhaft zum regelmäßigen Blutspenden zu motivieren. Gerade deshalb bleibt eine breite und verlässliche Spenderbasis eine zentrale Voraussetzung für die Resilienz des Gesundheitswesens. Eine jederzeit gesicherte Versorgung mit Blutpräparaten gehört zur unverzichtbaren Infrastruktur der medizinischen Versorgung – im Klinikalltag ebenso wie in außergewöhnlichen Belastungssituationen.
Die DRK-Blutspendedienste appellieren deshalb bundesweit an die Bevölkerung: Wer gesund ist und Blut spenden kann, sollte regelmäßig einen Termin wahrnehmen. Ohne eine verlässliche Blutspende-Routine wird es zunehmend schwieriger, eine dauerhaft sichere Versorgung mit Blutpräparaten zu gewährleisten. Gleichzeitig bleibt es entscheidend, insbesondere jüngere Menschen frühzeitig für die Blutspende zu begeistern und sie langfristig als Spender*innen zu gewinnen.
Für eine lückenlose Versorgung aller Patient*innen werden allein in Baden-Württemberg und Hessen täglich 3.000 Blutkonserven benötigt – eine besondere Herausforderung gerade mit Blick auf die bevorstehenden Osterfeiertage. „Umso mehr freuen wir uns daher über jeden, der es trotz Feiertagsprogramm und Frühlingswetter zur Blutspende schafft und anderen so das vielleicht wertvollste Ostergeschenk macht: die Chance auf Leben“, appelliert Nora Löhlein, Pressesprecherin des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg – Hessen.
Oster-Aktion mit Glasflasche als Dankeschön: Wer rund um die Osterfeiertage am 2., 4. oder 7. April einen mobilen Blutspendetermin des DRK in Baden-Württemberg oder Hessen besucht, bekommt als kleines Dankeschön eine exklusive Glasflasche im DRK-Design.
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Pressekontakt
Nora Löhlein
Leitung Kommunikation & Marketing // Pressesprecherin
DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg -Hessen gemeinnützige GmbH
Sandhofstraße 1
60528 Frankfurt am Main
E-Mail: presse@blutspende.de