Versorgungslage spitzt sich zu: Dringender Appell zur Blutspende
14.01.2026
Die Blutreserven in Baden-Württemberg und Hessen sind nahezu aufgebraucht. Ferienzeit, Wetterlage und Grippewelle haben dazu beigetragen, dass weniger Menschen zum Blutspenden kamen.
Der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg – Hessen ruft die Bevölkerung mit Nachdruck zur Blutspende auf. Die aktuelle Versorgungslage mit Blutpräparaten ist angespannt und droht sich weiter zu verschärfen. Der Bedarf in den Krankenhäusern ist unverändert hoch.
Bereits zu Jahresbeginn war das Spendenaufkommen bedingt durch die Ferienzeit und das Winterwetter deutlich zu niedrig. Die Folgen sind spürbar: Die Vorräte schmelzen. Die Lagerreichweite schrumpft und liegt aktuell nur noch bei knapp zwei Tagen. Um die Versorgung der Patient*innen dauerhaft stabil sicherzustellen, ist jedoch eine Tagesreichweite von vier bis fünf Tagen notwendig.
Warum es schnell knapp wird: Blutpräparate sind nur begrenzt haltbar und können daher nicht auf Vorrat produziert und gelagert werden. Gleichzeitig werden sie täglich zur Versorgung der Patient*innen in den Krankenhäusern benötigt. Mehrere Tage infolge, an denen nicht genügend Spender*innen Blut spenden kommen, wirken sich unmittelbar auf die Versorgung aus. Die Krankenhäuser benötigen täglich Blut für Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung chronisch kranker Menschen.
Aktuell kommen leider mehrere ungünstige Umstände zusammen: Der derzeitige Wintereinbruch, die damit einhergehende Krankheitswelle, aber auch Weihnachtsferien und Feiertage haben viele unserer routinierten Spenderinnen und Spender von der Blutspende abgehalten
erklärt Nora Löhlein, Pressesprecherin beim DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg – Hessen.
Wir bitten daher all diejenigen, die sich gesund fühlen, dringend in den nächsten Tagen Blut spenden zu gehen. Jede Spende zählt. Besonders benötigt werden aktuell die Blutgruppen A-, 0- und 0+.
Schon wenige Tage mit hoher Spendenbereitschaft können entscheidend dazu beitragen, die Versorgungslage zu entspannen. Aktuelle Termine und Informationen zur Blutspende sind gibt es immer unter www.blutspende.de/termine.
Alleine in Hessen und Baden-Württemberg werden täglich rund 3.000 Blutkonserven benötigt, um eine lückenlose Versorgung von Patient*innen aller Altersklassen zu gewährleisten. Für eine Vollblutspende benötigt man nur etwa eine Stunde Zeit, die reine Blutentnahme dauert sogar nur 5 bis 15 Minuten. Mit einer Vollblutspende können aber bis zu drei Leben gerettet werden.