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Wie die 15-jährige Mia den Krebs besiegt hat!

Geschrieben am: 28.04.2026

Mit 9 Jahren erkrankte sie - heute ist Mia (wieder) gesund dank Blutspenden

Heute geht es Mia nach der Krebserkrankung wieder gut

Mia ist 15 Jahre alt und gesund, nur manchmal erinnert sie ihr Rücken mit Schmerzen an eine sehr schwierige Zeit in ihrem Leben, die zum Glück einige Jahre zurückliegt und heute überwunden ist. Im Alter von neun Jahren erkrankte Mia 2020 an einem Keimzelltumor, einer Krebserkrankung, die in erster Linie bei Kindern auftritt. Jährlich erkranken in Deutschland etwa 60 Kinder und Jugendliche neu an einem Keimzelltumor. Im Rahmen der nachfolgenden Behandlung erhielt Mia eine Reihe von Bluttransfusionen, Erythrozytenkonzentrate und auch Thrombozyten. 

Zur Zeit ihrer Erkrankung befand sich die Welt im Pandemie-Modus, für Mia, ihre Mutter und die große Schwester begann eine doppelt schwere Zeit. Die junge Potsdamerin wurde am Charité Campus Virchow-Klinikum in Berlin-Wedding behandelt. Zunächst erhielt Mia vier Blöcke von Chemotherapien, danach erfolgte die operative Entfernung des vom Tumor befallenen rechten Eierstocks und der befallenen Lymphknoten. Die Familie hielt zusammen und bewältigte die schwierige Zeit mit Geduld und viel Unterstützung durch das medizinische Personal der Charité Universitätsmedizin Berlin, die Großeltern und externe Hilfe. 

In den Zeiten der Chemotherapien war Mia kaum ansprechbar“, erinnert sich Mias Mutter Julia (44). In den Therapiepausen hatte Mia kurzzeitig bessere Phasen. „Als Mutter hat man in dieser Zeit einfach nur funktioniert“, sagt die Einzelhandelskauffrau. 

Nicht nur die Sorgen um Mia waren für Julia und die ganze Familie belastend, bedingt durch Corona gab es Kontaktverbote. Ein Besuch der Oma war z. B. erst nach dem dritten Chemotherapieblock möglich. Zu dieser Zeit wurden auch Mias Eltern geschieden, für die kranke Tochter und die ältere Schwester eine weitere Belastung. In den schwierigen Phasen kümmerten sich die Großeltern um die ältere Schwester. So konnte Julia ihre erkrankte Tochter in der Klinik intensiv betreuen und ihr mit kleinen Ritualen durch die belastende Behandlung helfen. „Nach den Chemo-Blöcken gab es kleine Geschenke“, erinnert sie sich. Auch der Austausch mit anderen betroffenen Kindern auf der Station hat geholfen. 

Mit viel Unterstützung in ein neues Leben

Doch auch der Weg nach der akuten Erkrankung war für die Familie nicht leicht. Ein Umzug und die mentalen Nachwirkungen von Mias Erkrankung waren weitere Herausforderungen, die Mia, ihre Mutter und die Schwester gemeinsam gemeistert haben. Julia und Mia erhielten nicht nur durch Familie und Freunde viel Unterstützung, sondern auch durch den Verein Kinderhilfe e.V., der therapeutische und kulturelle Angebote wie z.B. Treffen der Geschwisterkinder, Familientreffen von Betroffenen, Auszeiten für die Mütter, Familienurlaube und Weihnachtsgeschenke organisierte, aber auch Beratung gab bei der Beantragung finanzieller Unterstützung oder Kleiderspenden leistete.

Heute geht es Mia gut. Malen, Tanzen und Freunde zu treffen machen ihr Freude. Sie ist in der Nachsorgephase und nur die Nachwirkungen der Chemotherapien zeugen mit gelegentlichen Rückenschmerzen von der überwundenen Erkrankung.

Blutspenden - Hilfe mit Herz

Frauenhände halten zwei rote Herzen mit Blutspende-Symbol

Mias Mutter hat selbst einige Versuche unternommen, um mit einer Blutspende anderen Betroffenen helfen zu können. Auch wenn sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr spenden darf, möchte sie auf die besondere Hilfe, die Blutspender*innen für Betroffene leisten aufmerksam machen, indem sie öffentlich über Mias Erkrankung und die wichtige Wirkung von Bluttransfusionen bei Krebsbehandlungen spricht.

Julia bedankt sich bei allen engagierten Blutspender*innen

 „Jeder der gesundheitlich dazu in der Lage ist, sollte die Blutspende als Geschenk an die Gesellschaft ansehen und spenden. Jeder kann in die Situation kommen, eine Bluttransfusion zu benötigen. Ich möchte mich bei allen, die als Blutspender*in engagiert sind, sehr herzlich bedanken“.

Julia
Mutter der mit 9 Jahren an Krebs erkrankten Mia

Möchtest du auch Betroffenen mit einer Blutspende helfen? Wir freuen uns auf dich! Hier findest du einen Spendetermin in deiner Nähe.

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Kerstin, Autorin digitales Spendermagazin
Kerstin

Das Thema Blutspende hat so viele interessante Facetten, wir stellen sie hier vor.

Pressesprecherin DRK-Blutspendedienst Nord-Ost, Standort: Berlin

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